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Julia Wittig, Alexander Koitek vom ASB, Olga Ossetrowa, Sigrid Heckmann, Sergej Filimonov, Tatjana Jegorowa und Christiane Lösel (v.l.). Daria Berezhnitskaya (2.v.r.) war als Übersetzerin mitgekommen.
Delegation des Sozialen Fonds Rjasan zu Gast beim ASB Münster
Münster, 18.02.2010
Mit reichlich Fragen im Gepäck zum Thema „ambulante Pflege“ war die Delegation aus Münsters Partnerstadt Rjasan zum Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Münster gekommen. Im Rahmen des insgesamt sechstätigen Besuches in Münster sind der stellvertretende Stadtdirektor Sergej Filimonov sowie Olga Ossetrowa und Tatjana Jegorowa vom Sozialen Fond der russischen Partnerstadt auf Spenden- und Sponsorensuche. Um den einzigen ambulanten Pflegedienst in Rjasan weiterzuentwickeln, standen auch Fragen zum deutschen Pflegesystem auf dem Programm. Wie wird Pflege in Deutschland organisiert und finanziert?
Antworten gab Sigrid Heckmann, Pflegedienstleitung des ASB Münster. So wurde, dank Übersetzerin, über die tägliche Arbeit des Pflegedienstes und die immer wichtiger werdende Professionalisierung rege diskutiert. Gemeinsam mit Julia Wittig, die das Projekt in Münster betreut und Christiane Lösel, zuständig für Auslandsbeziehungen bei der Stadt Münster, wurden Möglichkeiten der Teambildung und Mitarbeiterqualifikation, statistische Kennzahlen von Pflegeeinsätzen und die Notwendigkeit von festen Pflegebezugspersonen für die Gepflegten thematisiert. Eine finanzielle Regelung von Kranken- und Pflegeversicherung durch das Soziale Gesetzbuch, wie man sie in Deutschland kennt, schien für die Besucher im Vergleich zum russischen Sozialversicherungssystem nahezu unglaublich. „Auf Dauer muss eine Ebene gefunden werden, um die Professionalisierung des ambulanten Pflegedienstes in Rjasan voranzutreiben. Wir hoffen, mit unserem Modell der Initiative denkbare Lösungsansätze an die Hand geben zu können“, so Heckmann. Aufgrund der mangelnden staatlichen Unterstützung von pflegebedürftigen Menschen in Rjasan sind sowohl Vertreter aus Politik und Pflege als auch jeder Einzelne beider Städte gefragt, um diese Zielsetzung zu erreichen. |