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Der ASB bildet im Bundesfreiwilligendienst zum Rettungssanitäter aus
Münster, 06.02.2012
„Die 14 Monate werden eine prägende Zeit sein”, ist sich Mardjan Rezghi-Namini bereits jetzt sicher; auch wenn davon erst ein Monat vorbei ist. Sie gehört zu den ersten Freiwilligen beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), die in ihrem Bundesfreiwilligendienst (BFD) eine Ausbildung zur Rettungssanitäterin absolviert.
Nach dem Abitur im letzten Jahr entschied sich Mardjan Rezghi-Namini für ein Medizinstudium und bewarb sich an verschiedenen Unis. Mit dem direkten Studienstart hat's dennoch nicht geklappt, denn die Studienplätze sind begehrt. Doch damit hatte die Abiturientin bereits gerechnet und sich nach einer Alternative umgesehen. Eine Freundin empfahl ihr, sich beim ASB für den Freiwilligendienst zu bewerben. „Mich hat vor allem der Bereich Rettungsdienst interessiert. So kann ich die Wartesemester sinnvoll nutzen und mich gleichzeitig für mein Medizinstudium weiterqualifizieren.” Bisher ist Mardja Rezghi-Namini vor allem im Fahrdienst tätig, aber sie freut sich schon auf die Zeit nach der dreimonatigen Ausbildung, die im Februar beginnt. Ab Mai warten dann auf die fertig ausgebildete Rettungssanitäterin die ersten „richtigen” Einsätze.
Auch vor schwierigen Rettungssituationen hat Mardjan Rezghi-Namini keine Angst. „Ich bin eher neugierig und freue mich darauf, so viele unterschiedliche Erfahrungen wie möglich für mein Studium zu sammeln”, wartet die Abiturientin bereits gespannt auf ihre neuen Aufgaben an Bord des Rettungswagens. Die Plätze im Bundesfreiwilligendienst sind begehrt, denn sie bieten Schulabsolventen einen Einblick in unterschiedliche Berufsbereiche und überbrücken Wartezeiten. Und die Freiwilligen sind eine willkommene Unterstützung, übernehmen sie doch Aufgaben, die bis zum letzten Jahr von Zivildienstleistenden ausgeführt wurden. Im neuen Bundesfreiwilligendienst sieht Udo Lösel, Ansprechpartner beim ASB für den BFD, noch einen Vorteil: „Weil der BFD bis zu 18 Monate dauert, können wir den Bewerbern wieder eine Ausbildung im Rettungsbereich anbieten. Das war bei dem zuletzt nur noch 9 Monate geleisteten Zivildienst schwierig”.
Die Ausbildung zum Rettungssanitäter ist aber nur eine von ganz unterschiedlichen Chancen, die der BFD bietet. Besonders die Sozialen Dienste ermöglichen vielen jungen Menschen einen Einblick in die Vielfalt der sozialen Berufe. Diese Freiwilligenzeiten werden als berufsvorbereitende Praktika anerkannt. Darüber hinaus kann sich jeder, egal welchen Alters, für den BFD bewerben und sich so sozial engagieren.
Mit einem Lächeln erzählt Mardjan Rezghi-Namini von ihrem ersten Monat beim ASB. Sie hat viele neue Eindrücke gewonnen und ganz unterschiedliche Menschen bei ihrer Arbeit kennengelernt. Vor allem aber das Arbeitsklima und das Team gefielen ihr auf Anhieb und machten den Start ins Arbeitsleben leicht. „Ich fühle mich hier richtig wohl”, freut sich die angehende Rettungssanitäterin auf die restlichen 13 Monate. |