Startseite FSJ beim ASB

Lisa schaut positiv auf ihr FSJ zurück

Das Freiwillige Soziale Jahr beim Arbeiter-Samariter-Bund in Münster

FSJlerin Lisa Amann berichtet über ihre Erfahrungen

Münster, 20.08.2010

“ Es war eine sehr interessante und lehrreiche Zeit” erzählt Lisa Amann. Die 20 jährige hat in den vergangenen 12 Monaten ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim Arbeiter-Samariter-Bund in Münster gemacht.
Lisa wurde in einem sehr speziellen Bereich des ASB eingesetzt: dem Krankentransportwagen.  Dieser fährt im Auftrag der Feuerwehr in Münster und ist vor allem an der Verlegung von Patienten in andere Krankenhäuser, Altenheime, Pflegeheime oder auch Hospize beteiligt. Im Vorfeld ihres FSJ musste sie eine vierwöchige Ausbildung zur Rettungshelferin absolvieren und im Anschluss auch noch zwei Wochen auf einer Rettungswache hospitieren. Dort erhielt sie einen Einblick in die Organisation des KTWs und der Organisation von einzelnen Fahrten. “Ich wurde von allen Kollegen freundlich empfangen. Man hatte nie das Gefühl, dass man nicht zum Team gehört, weil man FSJler ist. Im Gegenteil, es wurde immer betont, dass man vollwertiges Teammitglied sei. Auch der Rettungsdienstleiter Maik Rathje hat immer das Gespräch mit mir gesucht und versucht mich miteinzubeziehen. Man konnten immer offen auf ihn zugehen” betont Lisa Amann. Während ihrer Zeit beim ASB in der Praxis wurde Lisa aber auch die Möglichkeit geboten, an fünf verschiedenen Seminaren teilzunehmen in der Landesschule des ASB.

Dort hat sie viele andere FSJler getroffen und konnte sich mit ihnen über Erfahrungen und Probleme austauschen.  Doch auch die Theorie kam nicht zu kurz. So lernten die Freiwilligen den Umgang mit Stress, sie entwickelten Konzepte für verschiedene Geschäftideen und durften sich auch kreativ ausprobieren. “Ich denke, dass auch die soziale Kompetenz nicht zu unterschätzen ist. Da habe ich für mich eine ganze Menge mitgenommen.  Zum Beispiel habe ich gelernt, wie ich mit Patienten oder auch Angehörigen umgehen sollte und wie ich ihnen respektvoll entgegentrete. Ich habe noch stärker gelernt, offen auf Menschen zuzugehen. Allerdings glaube ich auch, dass man gewisse Eigenschaften schon mitbringen sollte. Natürlich muss man Interesse an anderen Menschen haben, eine gewisse Ernsthaftigkeit und auch Diskretion muss man aber ebenso mitbringen.” sagt Lisa.
Schon während ihrer Zeit beim ASB hat Lisa Amann sich dazu entschlossen, hauptberuflich in einem medizinischen Beruf Fuß zu fassen. Sie hat sich erfolgreich um eine Stelle als Medizinische Fachangestellte beworben und beginnt nächste Woche ihre Ausbildung. “Das war für mich wohl der größte Vorteil des Freiwilligen Sozialen Jahres. Nicht nur soziale Kompetenzen wurden gefördert, sondern auch mein medizinisches Know-how ist natürlich gestiegen. Es ist inzwischen kein Problem mehr für mich, den Blutdruck zu messen oder einen Blutzuckertest durchzuführen. Das hat mir mehr Sicherheit bei der Bewerbung um eine Ausbildung gegeben und vielleicht sogar einige Vorteile verschafft” berichtet Lisa.
Als Fazit nimmt sie das vergangene Jahr als überaus positiv wahr. Sie hat sich persönlich weiterentwickelt und weiß vor allem wie man sich in Notsituationen verhalten muss. “Ganz am Anfang meines FSJ bin ich rein zufällig Augenzeugin von einem Verkehrsunfall geworden. Zum ersten Mal wusste ich was zu tun war und ich konnte auch in dieser Situation die Ruhe bewahren. Vor allem konnte ich einer jungen Frau wirklich helfen und Erste Hilfe leisten”.
Lisa würde das FSJ immer weiterempfehlen, betont aber auch, dass man sich bewusst für diesen Weg entscheiden sollte. Denn nicht immer hat man nur gute Tage und es ist natürlich auch mal stressig. “Doch am Ende der Woche weiß man, wofür man das gemacht hat. Man kann anderen Menschen helfen und einen Einblick in ein soziales Berufsfeld erhalten. Man wächst immer weiter in seine Aufgaben rein und wird gefördert. Selbst wenn es einem mal nicht so gut gehen sollte, ist immer einer aus dem Team da und hat auch einfach mal nur ein offenes Ohr. Jeder, der beruflich im medizinischen Bereich tätig sein möchte, sollte sich zunächst einen Einblick  verschaffen und das Angebot nutzen. Man kann nur dazulernen”.  
Wir danken Lisa und allen anderen Freiwilligen für ihren engagierten Einsatz und freuen uns sehr, dass Lisa auch weiterhin für den ASB tätig sein wird.

 
 

ASB vor Ort

ASB interaktiv