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Das neue Team des ASB Besuchshundedienstes
Ein sonniger Tag voller Leckerchen und Streicheleinheiten
Der Eignungstest für die Besuchshunde des ASB Münster
Münster, 28.06.2010
In den vergangenen Wochen suchte der ASB Münster Verstärkung auf vier Pfoten für sein neues Projekt, den Besuchshundedienst. Viele Hundebesitzer meldeten sich auf unseren Aufruf und wollten sich mit ihrem Vierbeiner ehrenamtlich engagieren. Doch vor ihrem Einsatz mussten die Hunde einen spielerischen Eignungstest, bei dem ihre Ausgeglichenheit und Menschenfreundlichkeit ermittelt wird, absolvieren. Für Projektleiterin Mechtild Kuch war es ein besonders schöner Anlass, da sie weiß „Tiere wenden sich Menschen bedingungslos zu, egal, welche Beeinträchtigung diese haben“. Am vergangenen Samstag, den 26.06.2010, war es für die Hunde und ihre Besitzer soweit: der Eignungstest stand vor der Tür. Bei diesem wurde Mechtild Kuch von dem Fachmann Cristoph Holthaus unterstützt.
Bei der spielerischen Prüfung nahmen sechs Hunde verschiedenster Rasse, Farbe und Größe teil. Eine bunte Mischung traf aufeinander und beschnupperte sich freudig in voller Erwartung auf einen lustigen Tag mit vielen Gefährten. Nach einem Kennenlernen aller Teilnehmenden ging es aber auch schon los, jeder Hund musste einzeln verschiedene Situationen meistern.Zum Anfang mussten sich die Hunde in die Mitte eines Menschenkreises stellen und wurden abwechselnd von den ehrenamtlichen Helfern mit Leckerchen zu sich gelockt. Es sollte getestet werden, wie der Hund bei fremden Personen reagiert und ob er hört, wenn auch eine ihm unbekannte Person nach ihm ruft. Schon in dieser Übung stellten die Vierbeiner schnell fest, dass dies ein Tag voller Leckerchen werden würde. Willig ließen sie sich von einem Ende zum anderen locken und sich kräftig dafür belohnen. Bereits nach der Hälfte der Aufgaben sagt die Hundebesitzerin Nina Schreiner über ihren Hund Merle „Die kommt am Ende des Tages gar nicht mehr mit nach Hause, so gut wie es ihr hier geht. Merle ist so verfressen, die geniesst das Belohntwerden und kriegt nicht genug“. Im weiteren Verlauf wurde vor allem getestet, wie die Hunde sich in neuen Situationen verhalten und wie sie auf Stresssituationen reagieren. So wurde ein Blinder mit einem Gehstock simuliert, ein Ballon zerplatzte genau neben dem Hund, Besteck fiel runter und eine vermummte, humpelnde Person ging am Hund vorbei. Auch wenn der ein oder andere Hund etwas skeptisch guckte und nicht genau zu wissen schien, was man von ihm wolle, blieben alle ruhig und bewiesen ihre Entspanntheit in Stresssituationen. Zwischen den einzelnen Teilen gab es für alle Vierbeiner und deren Besitzer ausreichend Zeit zum Ausruhen, Trinken und Essen. Auch eine kalte Dusche mit dem Wasserschlauch durfte zur Mittagszeit nicht fehlen, um den Hunden eine Abkühlung zu verschaffen. Am Nachmittag ging ein wuseliger, lustiger und spannender Tag für alle Helfer, Hunde und Besitzer zu Ende. Mechtild Kuch bedankte sich für die großartige Mitarbeit aller Beteiligten und Christoph Holthaus betonte die hervorragende Leistung aller „Teams“ aus Vierbeiner und Mensch. Nur eines gab er allen mit auf den Weg: „Das Wichtigste ist, den Hund immer wieder überschweifend zu belohnen. Wenn Euer Nachbar denkt, Ihr habt im Lotto gewonnen, weil Ihr Euch so sehr freut, genau dann belohnt Ihr Euren Hund richtig.“ Wie nicht anders zu erwarten, haben alle Vierbeiner den Test mit Bravour bestanden und erhielten als Belohnung einen Knochen und ihre Besitzer eine Teilnahmeurkunde. Alle Teams freuen sich auf ihren ersten „offiziellen“ Einsatz beim Besuchshundedienst des ASB. Wir gratulieren: Anton und Stefan Erdtel, Famous und Annette Linnenbrink, Ellie und Elke Ahlers, Merle und Nina Schreiner, Heaven und Janina Matthäus und Loriot mit Dirke Altevogt. |